Warum der Igel Ihr Verbündeter ist
Igel fressen in einer Nacht erstaunliche Mengen an Schnecken, Käferlarven und anderen Kleintieren – kostenloser Pflanzenschutz auf vier Beinen. Doch die Bestände gehen zurück; aufgeräumte Gärten sind einer der Gründe. Ihre Parzelle kann das Gegenteil sein.
Was dem Igel wirklich hilft
- Eine wilde Ecke: Laub- und Reisighaufen hinter der Laube liegen lassen – als Tagesversteck und Winterquartier. (Zählt nicht als Unordnung, sondern als Naturschutz.)
- Durchschlupf im Zaun: Ein Loch von 10 × 10 cm zur Nachbarparzelle – Igel brauchen pro Nacht große Reviere und wandern durch die halbe Kolonie.
- Wasserschale in heißen Sommern – flach, standfest, täglich frisch. Niemals Milch: Igel vertragen keine Laktose und werden davon ernsthaft krank.
- Giftfrei gärtnern: Wenn Schneckenkorn, dann auf Basis von Eisen-III-Phosphat, das als unbedenklich für Igel gilt.
- Mähroboter nur tagsüber laufen lassen – nachts verursachen die Geräte furchtbare Verletzungen bei Igeln, die sich bei Gefahr einrollen statt zu fliehen.
Igel gefunden – was nun?
Nicht jeder Igel braucht Rettung: Ein nachts aktiver, rundlicher Igel ist ein gesunder Igel. Hilfe braucht, wer tagsüber apathisch herumliegt, verletzt ist oder im Spätherbst noch deutlich untergewichtig wirkt. Dann nicht auf eigene Faust päppeln, sondern eine Igel- oder Wildtierstation anrufen – die Nummern hat oft schon der Vereinsvorstand.