Was Gründüngung leistet
Gründüngungspflanzen werden nicht geerntet, sondern für den Boden angebaut: Ihre Wurzeln lockern verdichtete Schichten, ihre Blattmasse wird zu Humus, sie verhindern das Auswaschen von Nährstoffen und lassen Unkraut schlicht keinen Platz. Blühende Arten sind nebenbei ein Festmahl für Bienen.
Die wichtigsten Arten
- Phacelia (Bienenfreund): Der Alleskönner – mit keiner Gemüsefamilie verwandt, passt also in jede Fruchtfolge. Friert im Winter zuverlässig ab.
- Gelbsenf: Wächst rasant, aber Vorsicht: ein Kreuzblütler – nicht dort säen, wo Kohl, Radieschen oder Rucola geplant sind.
- Lupinen: Sammeln mit Knöllchenbakterien Stickstoff aus der Luft und wurzeln tief – ideal für schwere, müde Böden.
- Winterroggen: Übersteht den Frost und begrünt das Beet bis zum Frühjahr – gut gegen Erosion auf leichten Böden.
So einfach geht es
Nach der Ernte – ideal von August bis September – das Beet grob rechen, Saat breitwürfig ausbringen, anwalzen oder antreten, angießen. Mehr ist es nicht. Frostempfindliche Arten frieren im Winter ab und liegen als schützende Mulchdecke auf dem Beet.
Und im Frühjahr?
Die abgestorbene Pflanzenmasse drei bis vier Wochen vor der Neubepflanzung flach in den Boden einarbeiten – nicht tief umgraben, das Bodenleben erledigt den Rest. Wintergrüne Arten wie Roggen vorher abmähen. Das Ergebnis spüren Sie mit dem ersten Spatenstich: krümelig statt klumpig.