Wühlmaus oder Maulwurf? Erst prüfen!
Bevor Sie irgendetwas unternehmen: Der Maulwurf steht unter Naturschutz und darf weder gefangen noch getötet werden – zum Glück frisst er keine Pflanzen, sondern Engerlinge und Schnecken. Unterscheiden lassen sich beide gut an den Haufen: Maulwurfshügel sind hoch und vulkanförmig mit dem Loch in der Mitte, Wühlmaushaufen flacher, oft mit Wurzel- und Pflanzenresten durchsetzt, der Gang liegt seitlich versetzt. Im Zweifel hilft die Verwühlprobe: Gang auf etwa 30 cm öffnen – eine Wühlmaus verschließt ihn meist innerhalb weniger Stunden wieder.
Was wirklich hilft
- Fallen (Zangen- oder Kastenfallen) direkt im Gang sind die wirksamste Methode. Mit Handschuhen arbeiten, damit kein Menschengeruch anhaftet; als Köder bewähren sich Sellerie- oder Möhrenstücke.
- Drahtkörbe aus unverzinktem Sechseckgeflecht beim Pflanzen von Obstbäumen und Rosen schützen die Wurzeln dauerhaft.
- Wühlmausgitter unter Hochbeeten und Frühbeeten – einmal verlegt, für immer Ruhe.
- Regelmäßige Störung: häufiges Betreten und Bearbeiten der Beete mögen die Tiere nicht.
Was wenig bringt
Ultraschallgeräte, eingegrabene Flaschen, Knoblauch oder vergrämende Jauchen zeigen bestenfalls kurzfristige Wirkung – die Tiere gewöhnen sich daran. Gas- und Giftköder sind in vielen Gartenordnungen ausdrücklich untersagt und gefährden Haustiere und Nützlinge. Die Kombination aus mechanischem Schutz und konsequentem Fallenstellen bleibt der zuverlässigste Weg.