Woran Sie Braunfäule erkennen
Erste Anzeichen sind graubraune Flecken auf den Blättern, bei feuchtem Wetter oft mit weißlichem Pilzbelag auf der Unterseite. Später bekommen die Früchte harte, braune Stellen, und auch die Stängel verfärben sich dunkel. Erreger ist der Pilz Phytophthora infestans – derselbe, der die Krautfäule der Kartoffel auslöst. Bei feuchtwarmem Wetter breitet er sich innerhalb weniger Tage über die ganze Anlage aus.
Erste Hilfe bei Befall
- Befallene Blätter sofort abschneiden und in den Hausmüll geben – nicht auf den Kompost, dort überdauern die Sporen.
- Ist der Stängel betroffen, ist die Pflanze meist verloren: komplett entfernen, bevor sie die Nachbarn ansteckt.
- Gesunde grüne Früchte befallener Pflanzen können Sie abnehmen und drinnen bei Zimmertemperatur nachreifen lassen; faulende Exemplare täglich aussortieren.
Vorbeugen ist alles
- Ein Regendach ist die wirksamste Maßnahme überhaupt – der Pilz braucht nasse Blätter, um zu keimen.
- Immer von unten gießen und die unteren Blätter bis etwa 30 cm entfernen, damit kein Spritzwasser ans Laub gelangt. Mulch hilft zusätzlich.
- Großzügige Pflanzabstände sorgen dafür, dass das Laub nach Regen schnell abtrocknet.
- Nie neben Kartoffeln pflanzen und jedes Jahr den Standort wechseln.
- Robuste Sorten wie Phantasia, Primabella oder De Berao stecken feuchte Sommer deutlich besser weg.
Kurz gesagt: Ein einfaches Foliendach ersetzt jedes Spritzmittel. Wer trocken kultiviert, erntet in fast jedem Jahr bis in den Oktober.