Anzucht ab Ende Februar
Tomaten werden auf der warmen Fensterbank vorgezogen: Saatgut etwa einen halben Zentimeter tief in Anzuchterde, bei 20 bis 24 °C keimen lassen. Sobald die Keimlinge stehen, hell und etwas kühler stellen, damit sie nicht vergeilen. Nach dem ersten echten Blattpaar wird pikiert, also in eigene Töpfe umgesetzt.
Nach den Eisheiligen ins Beet
Ab Mitte Mai dürfen die Pflanzen ins Freiland – und zwar tiefer, als sie im Topf standen, ruhig bis zum ersten Blattpaar. Der eingegrabene Stängel bildet zusätzliche Wurzeln. Pflanzabstand: 60 bis 80 cm, dazu ein stabiler Stab oder eine Spirale.
Gießen, ausgeizen, düngen
Gleichmäßig feucht halten und immer von unten gießen – nasse Blätter sind eine Einladung für Pilze. Bei Stabtomaten die Seitentriebe in den Blattachseln (Geiztriebe) wöchentlich ausbrechen. Ab der Blüte alle zwei Wochen organisch düngen; Brennnesseljauche ist der Klassiker der Kolonie.
Der wichtigste Schutz: ein Dach
Die gefürchtete Kraut- und Braunfäule kommt mit dem Regen. Ein einfaches Foliendach oder Tomatenhaus, an den Seiten offen und luftig, verlängert die Ernte oft um Wochen. Ein Blick in die Gartenordnung lohnt: Kleine Kulturschutz-Dächer sind fast überall zulässig, feste Gewächshäuser brauchen dagegen meist die Zustimmung des Vorstands.